Im Handel ist dieser Begriff gebräuchlich für Waren, die zu Sondertarifen verkauft werden.
Sonderposten können jedoch auch Waren aus überproduktion entstandene oder sogar speziell für den Günstigmarkt produzierte Waren bestehen. Auch diese eignen sich für beide oben erwähnte Abnehmer. Viele dieser Waren kommen aus Ländern nach Deutschland, in denen sehr geringe Löhne bezahlt werden. Deshalb können sie derart günstig verkauft werden. Allerdings ist hier manchmal eine geringe Qualität zu erwarten. Daneben gehen jedoch auch aus Deutschland Waren aus Insolvenzen, Fehl- oder überproduktionen als Sonderposten ins Ausland, um dort billig verkauft zu werden. Für einige Länder ist dies die einzige Chance, ihre Bürger mit verschiedenen Waren so zu versorgen, dass diese sich solche Produkte überhaupt leisten können. Vor allem betrifft dies auch günstige Elektrogeräte, Spielwaren und Haushaltsgegenstände.
Abgrenzen muss man den Begriff Sonderposten eigentlich vom Begriff "Restposten". Diese Posten sind der Abverkauf von Waren, die der Betreiber eines Unternehmens nicht weiter in seinem Sortiment führen wird. Sie belasten die Bilanz und die Lagerkapazität sowie die Liquidität eines Unternehmens und müssen aus diesem Grunde abgestoßen werden. Auch hier kann man so manch ein Schnäppchen machen - sowohl als Sonderpostenmarkt, als auch im Rahmen einer Existenzgründung, zum Beispiel um das Lager erstmals zu füllen. Sonderpostenmärkte profitieren in der Regel deshalb von günstigen Abverkäufen, weil ihre Kundschaft mit einem ganz anderen Aspekt von Kaufen hier einkehrt - ihre Ansprüche an Qualität sowie dem äußeren Erscheinungsbild der Verpackung ist dem Anspruch von sehr günstigen Einkäufen untergeordnet. Da kommen ihnen die Sonderposten gerade recht - seien es große Familien, Schnäppchenjäger oder sonstige Gruppen, mit relativ hohem Mengenbedarf an ein und derselben Ware.